Eltern lernen mit....

Die meisten Eltern erleben die Schulzeit ihres Kindes an der Kapriole als bereichernd auch für ihr eigenes Leben. Es macht Spaß, an einem sinnvollen, lebendigen Projekt teilzunehmen und mitzuarbeiten. Es tut gut zu sehen, dass das Kind sich an seiner Schule wohlfühlt. Es ist spannend, ganz neue Lernwege und -möglichkeiten zu entdecken. Und natürlich gibt es an der Kapriole viele interessante Leute kennen zu lernen.

 

Immer wieder ist die Kapriole für Eltern aber auch eine große Herausforderung – müssen sie sich doch von ihren eigenen schulischen Lernerfahrungen verabschieden und ertragen, dass ihr Kind einen ihnen größtenteils unbekannten Weg des Lernens einschlägt. Zweifel treten auf, wenn das Kind sich nicht mit Schreibschrift beschäftigen will oder wenn die Lernerfolge nicht abrufbar sind wie eine aufgesagte Einmaleins-Reihe. „Lernt mein Kind denn wirklich was?“ fragen sich die meisten Eltern zu irgendeinem Zeitpunkt ihrer „Kapriole-Laufbahn“.

Manche Kinder (besonders, wenn sie von einer anderen Schule wechseln) brauchen viel Zeit, um ihren individuellen Umgang mit der Freiheit an der Kapriole zu finden und schlagen dabei manchmal Wege ein, die ihre Eltern schwer mitgehen können. Außerdem ist das Leben mit einem „respektvoll behandelten Kind“ oft anstrengend. Wer sich sicher ist, ernst genommen zu werden, fordert sein Recht ein, unüberhörbar und teilweise penetrant. Auch das Kompromisse-Schließen und Andere-Berücksichtigen muss ja erst gelernt und geübt werden. Von den Kindern und von den Eltern.

 

In solchen – und anderen – Fällen ist es hilfreich, möglich und erwünscht, sich mit anderen Eltern und dem pädagogischen Team auszutauschen und sich Unterstützung zu holen. Es ist immens wichtig, dass die Eltern Vertrauen in die Arbeit der Lehrer*innen haben und in die Fähigkeit ihres Kindes, seinen Weg selbstbestimmt gehen zu können.

 

In regelmäßigen Abständen bereitet das Team Elternabende zu pädagogischen Themen vor. Es besteht außerdem immer die Möglichkeit Einzelgespräche und Hospitationen mit anschließender Reflexion zu vereinbaren. Zweimal im Jahr findet das „Eltern-Team-Forum“ statt, wo aktuelle Fragen und Probleme geklärt werden können.