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LesenSchreibenRechnen – Kulturtechniken

Wer sich die Aufzählung der Aktivitäten an der Kapriole aufmerksam durchliest, erkennt schnell: Die so genannten „Kulturtechniken“ - Lesen, Schreiben, Rechnen - begegnen den Kindern in der Kapriole auf Schritt und Tritt von Anfang an.

Sei es, weil bei der Frühstücksvorbereitung überschlagen werden muss, wieviele Äpfel in Achtel geschnitten werden müssen, damit alle 50 Kinder ein Stück bekommen (und wie verteilt man bitte den Rest gerecht?), oder weil beim Kochen ein Rezept für vier Personen natürlich nicht für 25 Kinder reicht oder weil es Diskussionen darüber gibt, ob der grüne Raum größer ist als der blaue – das lässt sich ja abmessen. Und wenn ein Kuchen sehr gut geschmeckt hat, soll vielleicht das Rezept aufgeschrieben werden, und zwar so, dass die Eltern es auch lesen können. Wie gut, dass es Leute – Erwachsene und erfahrenere Kinder - gibt, die schon wissen, wie das geht und die den Lernenden bei Dingen, die sie ausprobieren wollen, Unterstützung geben oder ihnen zu schwierige Aufgaben abnehmen.

Ein wichtiger Ansporn sich z.B. mit Schriftsprache auseinanderzusetzen, kann auch die an der Kapriole gelebte Demokratie sein: Versammlungspunkte oder –protokolle lesen, Ankündigungen schreiben, Eingaben ans Justizkommitee (s.u.) oder Anträge an die Versammlung verfassen usw.

So lassen sich die Kulturtechniken gar nicht vermeiden, ihre Wichtigkeit für das Zusammenleben in der Kapriole und in unserer Gesellschaft ist offensichtlich und niemand verlässt die Schule ohne sie gelernt zu haben.

Allerdings gibt es in unserem Konzept keine Vorgaben, zu welchem Zeitpunkt sich die Kinder und Jugendlichen mit welchen Aspekten des LesenSchreibenRechnens beschäftigen müssen oder wann sie etwas Bestimmtes können sollen.

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